Online-Hilfe für myDataconC3 MBM
Allgemeine Produktinformationen
Der myDataconC3
MBM ist ein kompaktes, stationäres Messsystem, das für den Einbau in Schaltschränken konzipiert wurde.
Produktmerkmale:
- Modbus Client
- Modbus über RS485 Schnittstelle
- Betriebsmodus Modbus/RTU
- Universaleingänge für digitale und analoge Signale
- Relais-Ausgänge
- integrierter Pufferakku zum Absetzen einer Meldung bei Ausfall der Versorgung
- Messwertspeicher am Gerät
- Übertragung zum Server per Mobilfunk
- standortunabhängige Verwaltung der Messstellen über das Internet
- Übertragungs- und Aufzeichnungszyklus einstellbar
- Gerätezeit mit dem Server synchronisiert
- Hardware Real-Time Clock
- sehr geringe Inbetriebnahme- & Betriebskosten
- integrierter, langlebiger SIM-Chip
Anwendung:
- Datenaustausch mit Modbus-Server
- Datenerfassung
- Übertragung von Sondenmesswerten
- Asset-Monitoring
- Alarm-Monitoring
Diese Online-Hilfe ist gültig ab:
- Firmware Version: 02v009
- IoT App. Version: 12v000
- Server Version: 54v00x
- Produktrevision: 1.2 (M1/NB1 EU) / 1.7 (2G/4G World)
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
| Blinkcode | Farbe | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1x | grün | letzte Verbindung o.k. |
| 2x | rot | letzte Übertragung fehlerhaft |
| 7x | rot | Netzsperre/kein passender Provider |
| 8x | rot | kein Mobilfunknetz |
| 10x | rot | keine Mobilfunkverbindung |
| 11x | rot | kein Server erreichbar |
| 12x | rot | fehlerhafter SIM-Chip |
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Status-LED.
Beim Herstellen der Spannungsversorgung wird automatisch ein Verbindungsaufbau ausgelöst. Die Status-LED beginnt zunächst grün zu flackern, um den Verbindungsaufbau zu signalisieren. Sobald die Verbindung hergestellt wurde, leuchtet die Status-LED durchgängig grün.
Wurde die Verbindung unterbrochen, können Sie den Verbindungsaufbau manuell auslösen, indem Sie die "MDN" Taste für mindestens 3 sec. gedrückt halten. Dass aktuell keine Verbindung besteht, erkennen Sie daran, dass die Status-LED entweder aus ist oder einen der Fehler-/Status-Codes ausgibt (siehe Status-LED).
Unabhängig von der gewählten Verbindungsart (online oder Intervall) versucht der myDataconC3 MBM bei Verbindungsabbrüchen jedoch auch automatisch die Verbindung wiederherzustellen (siehe Vorgehensweise bei Verbindungsabbrüchen).
Bedienelemente
| 1 | Reset Taster | 3 | Taste zum Auslösen eines erneuten Verbindungsaufbaus bzw. einer vollständigen Geräte-Synchronisation |
| 2 | Status-LED |
Die Status-LED dient sowohl der Anzeige der Fehler-/Status-Codes als auch der Signalisierung des aktuellen Betriebszustandes. Sofern nicht eine aktive Mobilfunkverbindung besteht, werden die Fehler-/Status-Codes alle 3 sec. ausgegeben. D. h. die Ausgabe der Fehler- und Statuscodes muss nicht gesondert aktiviert werden.
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Status-LED.
Anschlussbeispiele (Open Collector Ausgang, Digital, 0/4...20mA)
| 1 | myDataconC3 MBM | 4 | potentialfreier Relaiskontakt |
| 2 | Sensor mit Open Collector Ausgang | 5 | 2-Leiter mA-Sensor |
Anschlussbeispiele (0...20 mA, 0...2 V, 0...10 V, Converter)
| 1 | myDataconC3 MBM | 2 | Signalwandler, Trennwandler |
| 3 | 3-Leiter mA-Sensor oder 3-Leiter U-Sensor |
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Anschluss der Sensoren, der Aktoren und der Versorgung.
Verwenden Sie ein verdrilltes und geschirmtes Kabel, um Einflüsse durch elektromagnetische Störungen aus der Umgebung zu reduzieren. Die Gesamtlänge der Leitungen zur Anbindung der Modbus-Server darf 30 m nicht überschreiten. Es empfiehlt sich, ein mehradriges Kabel zu verwenden, in dem Daten- und Versorgungsleitungen gemeinsam geführt werden können. Bei der Anbindung mehrerer Modbus-Server ist ausschließlich eine Bus-Struktur zulässig. Stichleitungen sowie Stern- oder Baum-Strukturen sind nicht zulässig.
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Anschluss der Sensoren, der Aktoren und der Versorgung.
Über die Checkbox "Terminierung", die sich in der Eingabemaske zur Konfiguration der Modbus Schnittstelle (siehe Modbus Schnittstelle) befindet, kann der 120 Ω Abschlusswiderstand zwischen RS485 A und B zugeschaltet werden. In der selben Eingabemaske befindet sich auch die Checkbox "Bias", über die die 390 Ω Klemmwiderstände (Pull up auf RS485 A und Pull down auf RS485 B) zugeschaltet werden können.
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Technische Details zur RS485-Schnittstelle.
Der myDataconC3 MBM verfügt über keinen speziellen Transportmodus und muss daher nicht gesondert deaktiviert werden.
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Aufbewahrung des Produkts.
Nein.
In den aktuellen Varianten des myDataconC3 MBM ist kein WiFi-Modul verbaut. Der vorhandene Anschluss für die WiFi-Antenne ist für zukünftige Erweiterungen vorgesehen.
Nein.
Die CAN-Schnittstelle ist ausschließlich für den Anschluss von Erweiterungsmodulen vorgesehen.
Nein.
In den aktuellen Varianten des myDataconC3 MBM ist die dafür nötige Hardware nicht mehr verbaut. Die vorhandene LAN-Buchse konnte nur bei der Variante "myDatalogC33x WIFI/2G/3G/4G World" genutzt werden, die jedoch nicht mehr verfügbar ist.
Die Messdaten sind der Site und nicht dem verknüpften Gerät zugeordnet. Im Falle eines Gerätetausches bleiben alle Daten (Messwerte und Konfigurationen) erhalten. Der Site wird lediglich durch ändern der Seriennummer ein anderes Gerät zugeordnet. Ab diesem Zeitpunkt erhält die Site die Messdaten vom neu zugewiesenen Gerät.
Um der Site einen anderen myDataconC3 MBM zuzuweisen, gehen Sie wie folgt vor:
- Sorgen Sie dafür, dass das neue Gerät stromlos ist und somit keine Verbindung zum Server herstellen kann.
- Öffnen Sie die standardmäßige Eingabemaske zur Konfiguration der Site (Klick auf das Bleistift-Symbol in der Liste der Sites, siehe Bereich "Sites / Applikationen" auf Kundenebene).
- Tragen Sie im Konfigurationsabschnitt "Site" die Seriennummer des neuen Geräts in das Feld "Geräte S/N" ein.
- Lösen Sie, sofern das zu ersetzende Gerät nicht gerade online ist, einen Verbindungsaufbau aus (siehe Taste). Dabei werden alle noch nicht übermittelten Daten zum Server übertragen.
- Prüfen Sie, ob alle relevanten Daten übertragen wurden. Lösen Sie gegebenenfalls den Verbindungsaufbau erneut aus.
- Verbinden Sie das neue Gerät mit der Spannungsversorgung. Dabei sollte der Verbindungsaufbau automatisch gestartet werden.
- Lösen Sie, sofern er nicht bereits automatisch gestartet wurde, am neuen Gerät den Verbindungsaufbau aus, damit die Konfiguration der Site (und damit auch die Zuweisung zur Site) zum neuen Gerät übertragen wird.
- Trennen Sie das zu ersetzende Gerät von der Stromversorgung.
Ab nun erhält die Site die Messdaten vom neu zugewiesenen Gerät.