Online-Hilfe für den Lizzox Pure Flood
Allgemeine Produktinformationen
Der Lizzox Pure Flood wurde entwickelt, um kritische Hochwassersituationen frühzeitig zu erkennen und zu überwachen. Der Fokus liegt auf der zuverlässigen Erfassung von Wasserstandsveränderungen als Grundlage für schnelle Entscheidungen und eine effektive Frühwarnung. Er dient der Erfassung, Verarbeitung und Übertragung von Pegelständen an Brücken und ähnlich exponierten Standorten. Die Kombination eines PV-Moduls mit einem Pufferakku ermöglicht es dem Lizzox Pure Flood , völlig netzunabhängig zu arbeiten. Es können 2 Pegelsensoren gleichzeitig angeschlossen und parallel betrieben werden. Über einen definierten Schwellenwert wird festgelegt, welcher der beiden Messwerte als Hauptpegel verwendet wird. Dadurch lassen sich bei der Kombination eines hydrostatischen Sensors und eines Radarsensors die Vorteile beider Messverfahren vereinen und eine optimale Abdeckung des zu erfassenden Pegelbereichs wird erreicht. Bei Verwendung von hydrostatischen Pegelsensoren mit Absolutdruckmessung kann zusätzlich ein weiterer Sensor zur Messung des Luftdrucks an den Lizzox Pure Flood angeschlossen werden. Für die Anbindung von Sensoren stehen 2 Analogeingänge sowie eine Modbus-Client Schnittstelle (RS485) zur Verfügung. Die Energieversorgung der Sensoren erfolgt direkt über den Lizzox Pure Flood . Um Energie zu sparen, wird die im Bereich von 5...24 V einstellbare Sensorversorgung nur kurz vor und während der Messung aktiviert. Durch die Nutzung des Mobilfunknetzes für die Datenübermittlung an den Server ist eine Anfahrt zur Messstelle nur selten erforderlich und die Messdaten sind permanent einsehbar.
Produktmerkmale:
- Autarker Betrieb ohne externe Stromversorgung
- integriertes PV-Modul und integrierter Akku
- robustes, vandalensicheres Gehäuse
- redundante Messung mit zwei Pegelsensoren (optional)
- Schwellenwert-basierte Auswahl des Hauptpegels bei redundanter Messung (optional)
- Analogeingänge für Pegelsensoren
- Modbus-Schnittstelle zum Anschluss von Pegelsensoren
- schaltbare und einstellbare Sensorversorgung
- konfigurierbar über Webschnittstelle
- Gerätezeit mit dem Server synchronisiert
- sehr geringe Inbetriebnahme- & Betriebskosten
- integrierter, langlebiger SIM-Chip
Anwendung:
- Hochwasserfrühwarnung auf Basis von Wasserstandsdaten
- Pegelüberwachung an kritischen Standorten
- Bereitstellung von Echtzeitdaten für Einsatz- und Entscheidungsprozesse
- Ereignisüberwachung bei Starkregen und Hochwasser
- Alarmierung bei kritischen Schwellenwerten
Diese Online-Hilfe ist gültig ab:
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Aktivieren Sie das Messsystem über die Titelleiste des Konfigurationsabschnitts "Messsystem" (siehe Messsystem). Lösen Sie anschließend über den Magnetschalter eine Übertragung aus (siehe Magnetschalter), um die geänderte Konfiguration zwischen Gerät und Server zu synchronisieren.
Halten Sie den MDN Magnet (206.803) für mindestens 3 sec. an die in der folgenden Abbildung gezeigte Stelle.
| 1 | MDN Magnet (206.803) | 2 | Lizzox Pure Flood |
Verwenden Sie ein verdrilltes und geschirmtes Kabel, um Einflüsse durch elektromagnetische Störungen aus der Umgebung zu reduzieren. Die Gesamtlänge der Leitungen zur Anbindung der Modbus-Server darf 30 m nicht überschreiten. Es empfiehlt sich, ein mehradriges Kabel zu verwenden, in dem Daten- und Versorgungsleitungen gemeinsam geführt werden können. Bei der Anbindung mehrerer Modbus-Server ist ausschließlich eine Bus-Struktur zulässig. Stichleitungen sowie Stern- oder Baum-Strukturen sind nicht zulässig.
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Anschluss der Sensoren.
Über die Dropdown-Liste "Terminierung", die sich im Tab "Schnittstellen" des Eingabefensters "Geräte Einstellungen" befindet, kann der 120 Ω Abschlusswiderstand zwischen RS485 A und B zugeschaltet werden. (siehe Geräte Einstellungen , Tab "Schnittstellen")
Die RS485-Schnittstelle verfügt über keine Klemmwiderstände (Pull up auf RS485 A und Pull down auf RS485 B).
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Technische Details zur RS485-Schnittstelle.
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Cable Shield | Schirmung des Sensorkabels |
| 3.4 | RS485 B- | RS485 B (invertierte Leitung) |
| 3.3 | GND | Masse |
| 3.2 | VOUT | schaltbare und einstellbare Sensorversorgung (5...24 V ) |
| 3.1 | RS485 A+ | RS485 A (nicht invertierte Leitung) |
| Cable Shield | Schirmung des Sensorkabels | |
| 2.3 | GND | Masse |
| 2.2 | VOUT | schaltbare und einstellbare Sensorversorgung (5...24 V ) |
| 2.1 | UI 2 | Universaleingang 2 |
| Cable Shield | Schirmung des Sensorkabels | |
| 1.3 | GND | Masse |
| 1.2 | VOUT | schaltbare und einstellbare Sensorversorgung (5...24 V ) |
| 1.1 | UI 1 | Universaleingang 1 |
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Anschluss der Sensoren.
Die Microtronics Engineering GmbH prüft laufend verschiedenste Sensoren mit mA-Ausgang oder Modbus-Server Schnittstelle (RS485) auf ihre Kompatibilität mit dem Lizzox Pure Flood .
Eine Liste kompatibler Sensoren finden Sie im Abschnitt Kompatible Sensoren.
Pegelmessung mittels eines einzelnen Radarsensors:
- Aktivieren Sie die Modbus Schnittstelle (siehe Geräte Einstellungen , Tab "Schnittstellen").
- Aktivieren Sie die Sensorversorgung (siehe Geräte Einstellungen , Tab "Sensorversorgung").
- Konfigurieren Sie den Messkanal, mittels dessen der Sensorwert erfasst werden soll (siehe Sensor Einstellungen bzw. Universalkanal)
- Konfigurieren Sie den Einzelpegel, den Sie verwenden wollen (siehe Einzelpegel Einstellungen).
- Stellen Sie sicher, dass der andere Einzelpegel deaktiviert ist.
- Konfigurieren Sie den Hauptpegel (siehe Hauptpegel Einstellungen).
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Pegelmessung mittels eines einzelnen Radarsensors.
Kombination von Druck- und Radarsensor:
- Aktivieren Sie die Modbus Schnittstelle (siehe Geräte Einstellungen , Tab "Schnittstellen").
- Aktivieren Sie die Sensorversorgung (siehe Geräte Einstellungen , Tab "Sensorversorgung").
- Konfigurieren Sie den Messkanal, mittels dessen der Messwert des Radarsensors erfasst werden soll (siehe Sensor Einstellungen bzw. Universalkanal)
- Konfigurieren Sie den Messkanal, mittels dessen der Messwert der Drucksonde erfasst werden soll
- Konfigurieren Sie den Messkanal, mittels dessen der Messwert des Luftdrucksensors erfasst werden soll
- Konfigurieren Sie den Einzelpegel, den Sie als "Pegel Distanz" verwenden wollen (siehe Einzelpegel Einstellungen).
- Konfigurieren Sie den Einzelpegel, den Sie als "Pegel Druck" verwenden wollen.
- Konfigurieren Sie den Hauptpegel (siehe Hauptpegel Einstellungen).
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Kombination von Druck- und Radarsensor.
Deaktiveren Sie das Messsystem über die Titelleiste des Konfigurationsabschnitts "Messsystem" (siehe Messsystem). Lösen Sie anschließend entweder über den Magnetschalter eine Übertragung aus (siehe Magnetschalter) oder nutzen Sie die Smartphone App "OnSite Companion", um die geänderte Konfiguration zwischen Gerät und Server zu synchronisieren (siehe Synchronisation mit dem myDatanet-Server).
Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Abschnitt Aufbewahrung des Produkts.
Die Messdaten sind der Site und nicht dem verknüpften Gerät zugeordnet. Im Falle eines Gerätetausches bleiben alle Daten (Messwerte und Konfigurationen) erhalten. Der Site wird lediglich durch ändern der Seriennummer ein anderes Gerät zugeordnet. Ab diesem Zeitpunkt erhält die Site die Messdaten vom neu zugewiesenen Gerät.
Um der Site einen anderen Lizzox Pure Flood zuzuweisen, gehen Sie wie folgt vor:
- Aktivieren Sie am neuen Gerät den Standby-Modus (siehe Aufbewahrung des Produkts). Bei neu ausgelieferten Lizzox Pure Flood ist der Standby-Modus aktiv.
- Öffnen Sie die standardmäßige Eingabemaske zur Konfiguration der Site (Klick auf das Bleistift-Symbol in der Liste der Sites, siehe Bereich "Sites / Applikationen" auf Kundenebene).
- Tragen Sie im Konfigurationsabschnitt "Site" die Seriennummer des neuen Geräts in das Feld "Geräte S/N" ein.
- Lösen Sie am zu ersetzenden Gerät den Verbindungsaufbau (siehe Magnetschalter) oder eine Synchronisation (siehe Synchronisation mit dem myDatanet-Server) aus. Dabei werden alle noch nicht übermittelten Daten zum Server übertragen.
- Prüfen Sie, ob alle relevanten Daten übertragen wurden. Lösen Sie gegebenenfalls den Verbindungsaufbau oder die Synchronisation erneut aus.
- Lösen Sie am neuen Gerät den Verbindungsaufbau aus, damit die Konfiguration der Site (und damit auch die Zuweisung zur Site) zum neuen Gerät übertragen wird.
Ab nun erhält die Site die Messdaten vom neu zugewiesenen Gerät.
| Da das ersetzte Gerät nun keiner Site zugewiesen ist, zeichnet es keine Daten mehr auf. Es baut allerdings weiterhin im zuletzt eingestellten Übertragungsintervall eine Verbindung zum Server auf, um gegebenenfalls über die Zuweisung zu einer Site informiert zu werden. Es wird allerdings empfohlen, den Standby-Modus zu aktivieren. Dazu muss das Gerät aktuell jedoch einer Site zugewiesen werden. Die Site kann nach dem Aktivieren des Standby-Modus wieder gelöscht werden. |