Technische Details zur RS485-Schnittstelle
- Die RS485-Schnittstelle entspricht der Norm EIA-485.
Die RS485-Schnittstelle des Lizzox Pure Flood verfügt über einen Eingangsgleichtaktbereich, der den gesamten für die RS485 spezifizierten Bereich (-7 V...+12 V) abdeckt. Höhere Spannungen führen zur Beschädigung der Schnittstelle. Differentielle Signale von mehr als +/-200 mV innerhalb des spezifizierten Eingangsgleichtaktbereiches werden korrekt erkannt. Im Sendemodus liegt das Ausgangssignal im Bereich von 1,5...3,3 V .
| Baudrate | 600-115200 |
| Stopbits | 1, 2 |
| Parität | N, E, O |
| Datenbits | 7, 8 |
| Abschluss- widerstand |
Aus 120 Ω |
Über die Dropdown-Liste "Terminierung", die sich im Tab "Schnittstellen" des Eingabefensters "Geräte Einstellungen" befindet, kann der 120 Ω Abschlusswiderstand zwischen RS485 A und B zugeschaltet werden. (Siehe Geräte Einstellungen )
Prinzipschaltbild zum zuschaltbaren Abschlusswiderstand
Die RS485-Schnittstelle verfügt über keine Klemmwiderstände (Pull up auf RS485 A und Pull down auf RS485 B). Beide Anschlüsse der RS485-Schnittstelle sind mit einer Spannungs- sowie Strombegrenzung ausgestattet. Die Schaltung zur Spannungsbegrenzung sorgt dafür, dass im Empfangsmodus (d. h. inaktivem Ausgangstreiber) beide Datenleitungen (RS485 A und RS485 B) auf Masse gezogen werden, sofern ein verbundener Modbus-Server die Pegel nicht aktiv vorgibt. Dies kann durch den Ausgangstreiber des Modbus-Servers oder durch im Modbus-Server verbaute Klemmwiderstände erfolgen.

Prinzipschaltbild: Verbindung zweier RS485 Busteilnehmer
Ein Problem entsteht, wenn keine Verbindung zwischen den GND-Potentialen von Sender und Empfänger besteht. In diesem Fall entsteht eine Gleichtaktspannung (VCM ). Der GND-Potentialunterschied darf max. +/- 7 V betragen. Bei höheren Spannungen kommt es zur Beschädigung der Schnittstelle. Kurzzeitige Überspannungen (ESD, EFT und Surge) werden jedoch durch Schutzschaltungen abgefangen.
Anmerkung: Der für RS485 spezifizierte Gleichtakteingangsspannungsbereich von -7 V...+12 V ergibt sich aus dem max. zulässigen GND-Potentialunterschied (+/- 7 V ) und dem für RS485 max. zulässigen Ausgangsspannungsbereich von 0...5V.