Modbus Messkanäle

Konfigurationsabschnitt über den die Einstellungen für die 20 Modbus Messkanäle vorgenommen werden. Mittels des Tabs "Basis" werden die Basiseinstellungen festgelegt. Über den Tab "Konfiguration" wird festgelegt, aus welchen Modbus Registern die Daten bezogen werden und wie die in den Modbus Registern gespeicherten Daten interpretiert werden sollen. Mittels des Tab "Skalierung" können die gelesenen Rohdaten in die gewünschte Einheit umskaliert werden. Der Tab "Alarm" dient zur Eingabe der Alarmschwellen und der Tab "Trigger" der Festlegung der Triggerschwellen, sowie der Aktionen, die bei erfüllen der Trigger-Bedingung ausgeführt werden sollen.

Basis

Konfigurationsabschnitt "Modbus Messkanäle", Tab "Basis"

1 frei wählbare Kanalbezeichnung für die Modbus Messkanäle
2 Basiseinstellung für den Modbus Messkanal
aus Messkanal deaktiviert
Modbus Die Daten für den Messkanal werden über die im Konfigurationsabschnitt "Modbus Schnittstelle" ausgewählte RS485-Schnittstelle erfasst. Die Schnittstelle ist immer als Modbus-Client (ehem. Master) im Betriebsmodus "RTU" konfiguriert.
3 gibt an, wie der Modbus Messkanal von den Auswerteelementen des Servers zu behandeln ist
Digital Digitaler Messwert. D. h. das System betrachtet jeden Messwert unabhängig von den Messwerten davor oder danach.
analog Analoger Messwert. D. h. das System betrachtet jeden Messwert unabhängig von den Messwerten davor oder danach.
Cnt.Day Tageszähler. D. h. das System rechnet damit, dass der Messwert des Kanals kontinuierlich ansteigt und einmal pro Tag zurückgesetzt wird.
Cnt.Intrvl Intervallzähler. D. h. das System geht davon aus, dass der Zählerstand nach jeder Messwertaufzeichnung zurückgesetzt wird.
4 String, der als Messwerteinheit von allen Anzeigeelementen des Servers verwendet wird [0‑16 8 Zeichen]
5 Anzahl der Nachkommastellen, die von allen Anzeigeelementen des Servers verwendet wird

Konfiguration

Konfigurationsabschnitt "Modbus Messkanäle", Tab "Konfiguration"

1 Adresse des Modbus-Servers
2 Adresse des Registers, das gelesen werden soll
3 Format, in dem die zu lesenden Daten im Register gespeichert sind
Digital Es soll ein Digitalwert gelesen werden.
Signed Es soll ein vorzeichenbehafteter Integer-Wert gelesen werden.
Unsigned Der zu lesende Integer-Wert ist nicht vorzeichenbehaftet.
Float Es soll ein 32 Bit Float gelesen werden.
4 Auswahl der Wortbreite (d. h. Anzahl der Bits aus denen der Integer-Wert besteht)

Nur verfügbar, wenn für das Format "Signed" oder "Unsigned" ausgewählt wurde (d. h. ein Integer-Wert aus dem Register gelesen werden soll)

16

16-Bit Integer

32

32-Bit Integer. Dazu müssen 2 Register aus dem Modbus-Server gelesen werden.

5 Auswahl der Word-Order wenn es die über das Format und die Wortbreite getroffene Auswahl erfordert, 2 Register aus dem Modbus-Server zu lesen (d. h. "Float", "Signed" mit einer Wortbreite von 32 Bit oder "Unsigned" mit einer Wortbreite von 32 Bit ausgewählt wurde)
HI-LO

HI-Word auf der niedrigeren Registeradresse, LO-Word auf der höheren Registeradresse

LO-HI

LO-Word auf der niedrigeren Registeradresse, HI-Word auf der höheren Registeradresse

6 Function Code, der für den Zugriff auf das Register verwendet werden soll
FC01 Read Coils
FC02 Read Discrete Inputs
FC03 Read Holding Registers
FC04 Read Input Registers

Skalierung

Konfigurationsabschnitt "Modbus Messkanäle", Tab "Skalierung"

1 Auswahl, ob die aus dem Register gelesenen Rohdaten vor der Weiterverarbeitung umskaliert werden sollen.
aus Die Daten werden unverändert weiterverarbeitet.
ein Skalierung aktiv (d. h. die Daten werden vor der Weiterverarbeitung in die gewünschte Einheit umskaliert)
2 Start des Messbereichs in der Einheit des Modbus-Servers (d. h. vom Modbus-Server gelesener Rohwert)
3 Ende des Messbereichs in der Einheit des Modbus-Servers (d. h. vom Modbus-Server gelesener Rohwert)
4 Start des Messbereichs in der Messeinheit
5 Start des Messbereichs in der Messeinheit
6 Handling bei Messbereichsverletzungen
Ignorieren Der Messwert wird über die Bereichsgrenzen hinaus berechnet.
Abschneiden Der Messwert wird bei den Bereichsgrenzen abgeschnitten.

Tip: Berechnung des Messwerts bei aktiver Skalierung:

0 %4 mAD
100 %20 mAC
0 % Modbus0A
100 % Modbus65535B
Messwert in der Einheit des Modbus-Servers32767E
Skalierter Messwert11,9998 mAF

F = ( (C - D)/(B - A) ) * (E - A) + D

F = ( (20 mA - 4 mA) /(65535 - 0) ) * (32767 - 0) + 4 mA =11,9998 mA

 

Alarme

Note: Beim Auftreten einer Warnung oder eines Alarms wird immer ein Eintrag in der Alarmliste erstellt und eine sofortige Übertragung ausgelöst. Wenn die Warnung oder der Alarm wieder zurückgenommen wird, erfolgt ebenfalls eine sofortige Übertragung.

Konfigurationsabschnitt "Modbus Messkanäle", Tab "Alarme"

Welche Konfigurationsparameter für den jeweiligen Modbus Messkanal verfügbar sind, ist abhängig vom über den Tab "Konfiguration" ausgewählten Format, in dem die zu lesenden Daten im Register gespeichert sind.

Format "Digital"
1 Ein "High" am Universaleingang löst eine "Warnung" aus.
2 Ein "High" am Universaleingang löst einen "Alarm" aus.
Alle anderen Formate
3 Wenn der Messwert auf oder unter diesen Wert fällt, wird eine Warnung ausgelöst.
4 Wenn der Messwert auf oder über diesen Wert steigt, wird eine Warnung ausgelöst.
5 Wenn der Messwert auf oder unter diesen Wert fällt, wird ein Alarm ausgelöst.
6 Wenn der Messwert auf oder über diesen Wert steigt, wird ein Alarm ausgelöst.
7 Hysterese für Entwarnung bei Alarm/Warnung (z. B. Hyst=5 %, Alarm od. Warnung bei 100 -> Entwarnung bei 95)

Trigger

Es wird zwischen den folgenden beiden Arten von Triggern unterschieden:

  • Eventtrigger (RI, XM)

    Die entsprechende Operation (z. B. Übertragung auslösen) wird beim Auftreten des Triggerereignisses nur ein einziges Mal ausgeführt.

  • Leveltrigger (ON, RA, QX)

    Solange der Trigger aktiv ist, wird die entsprechende Operation (z. B. alternatives Aufzeichnungsintervall verwenden) ausgeführt.

Konfigurationsabschnitt "Modbus Messkanäle", Tab "Trigger"

  Eventtrigger:
1 Aufzeichnung sofort durchführen
2 Übertragung auslösen
  Leveltrigger:
3 Online-Modus aktivieren
4 Das alternative Aufzeichnungsintervall soll verwendet werden.
5 Das alternative Übertragungsintervall soll verwendet werden.

Welche weiteren Konfigurationsparameter für den jeweiligen Modbus Messkanal verfügbar sind, ist abhängig vom über den Tab "Konfiguration" ausgewählten Format, in dem die zu lesenden Daten im Register gespeichert sind.

Format "Digital"
9 bei Eventtrigger: Auswahl der Flanke, bei der der Trigger ausgelöst werden soll

bei Leveltrigger: nicht relevant. Der Trigger ist aktiv, solange der Messwert "High" ist.

steigende Die steigende Flanke löst den Trigger aus.
fallende Die fallende Flanke löst den Trigger aus.
beide Beide Flanken lösen den Trigger aus.
Alle anderen Formate
10 Auswahl, ob die entsprechende Aktion beim Über- oder Unterschreiten des im Feld "Schwelle" eingegeben Werts erfolgen soll.
größer gleich

bei Eventtrigger: Wenn der Messwert auf oder über diesen Wert steigt, wird der Trigger ausgelöst.

bei Leveltrigger: Der Trigger ist aktiv, solange der Messwert größer/gleich der Schwelle ist.
kleiner gleich

bei Eventtrigger: Wenn der Messwert auf oder unter diesen Wert fällt, wird der Trigger ausgelöst.

bei Leveltrigger: Der Trigger ist aktiv, solange der Messwert kleiner/gleich der Schwelle ist.

11 Schwellen für das Auslösen des Triggers. Für die Ermittlung der Schwelle zum Zurücksetzen des Triggers wird die Hysterese verwendet.
12 Hysterese für das Zurücknehmen des Triggers (z. B. Hyst=5 %, Schwelle = größer/gleich, Trigger bei 100 -> zurücknehmen bei 95)