Messkanäle

Konfigurationsabschnitt über den die Einstellungen für die 3 Universaleingänge vorgenommen werden. Mittels des Tabs "Basis" werden die Basiseinstellungen festgelegt. Über den Tab "Konfiguration" erfolgt die erweiterte Konfiguration des Messkanals, wobei die verfügbaren Konfigurationsparameter vom im Tab "Basis" gewählten "Modus" abhängen. Der Tab "Alarm" dient zur Eingabe der Alarmschwellen und der Tab "Trigger" der Festlegung der Triggerschwellen, sowie der Aktionen, die bei erfüllen der Trigger-Bedingung ausgeführt werden sollen.

Basis

Konfigurationsabschnitt "Messkanäle ", Tab "Basis" (Digitalmodus & Countermodi)

1 frei wählbare Kanalbezeichnung für die Universaleingänge
2 Basiseinstellung für den Messkanal
aus Messkanal deaktiviert
xxx Analog- und Digitalmodi
Modus "Digital"
3 invertiert das Eingangssignal
Modus "Cnt.Day 1)" und "Cnt.Intervl."
4 Zählwert eines Impulses in der "Imp. Einheit"
5 definiert das obere Skalenende der Zeigerinstrumente bei Auswertungen
6 String, der als Messwerteinheit von allen Anzeigeelementen des Servers verwendet wird [0‑16 8 Zeichen]
7 Anzahl der Nachkommastellen, die von allen Anzeigeelementen des Servers verwendet wird

1) Der Tageszähler wird um 00:00 Uhr der mittels des Parameters "Zeitzone", der sich im Konfigurationsabschnitt "Grundeinstellungen" (siehe Grundeinstellungen) befindet, gewählten Zeitzone zurückgesetzt.

Konfigurationsabschnitt "Messkanäle ", Tab "Basis" (Analogmodi)

Modus "0-20 mA", "4-20 mA", "0-2 V" und "0-10 V"
1 Start des Messbereichs in der Messeinheit
2 Ende des Messbereichs in der Messeinheit
3 dient dem Abgleich des Nullpunktes (siehe Ergänzende Erklärung zum Nullpunktabgleich und der Montagehöhe des Sensors)
4 gibt die Montagehöhe des Sensors an
5 String, der als Messwerteinheit von allen Anzeigeelementen des Servers verwendet wird [0‑16 8 Zeichen]
6 Anzahl der Nachkommastellen, die von allen Anzeigeelementen des Servers verwendet wird

Tip:

Ergänzende Erklärung zum Nullpunktabgleich und der Montagehöhe des Sensors

Annahme: Messbereich des 4-20 mA Drucksensors 0-5 m

Montagesituation des Drucksensors

1Montagehöhe: 15 cm3Ausgabewert des Sensors: 6 cm
2Drucksensor4Gemessener Füllstand: 20 cm
Erforderliche Konfiguration
ParameterWert
Modus4-20 mA
0 %0
100 %5
Trimmung-0,01
Sensor Offs.0,15
Einheitm

Erklärung: Beim Vergleich des gemessenen Füllstands mit dem Ausgabewert des Sensors unter Berücksichtigung der Montagehöhe wurde festgestellt, dass der Wert um 1cm zu hoch ist. Da der Parameter "Trimmung" und "Sensor Offs." zum skalierten Messwert addiert werden, kann dieser Fehler dadurch ausgeglichen werden, dass der Wert des Parameters "Trimmung" auf -0,01 m gesetzt wird.

Konfiguration

Konfigurationsabschnitt "Messkanäle ", Tab "Konfiguration" (Digitalmodus & Countermodi)

Modus "Digital"
1 Zeit in [ms], für die ein Signal konstant anliegen muss, um einen Pegelwechsel auszulösen. Dient zur Unterdrückung von kurzzeitigen Störungen (Entprellung).
2 zeitliche Funktion im Messintervall
aus Dämpfung deaktiviert
up Mindestens x Messwerte hintereinander müssen "High" sein damit auch "High" aufgezeichnet wird.
down Mindestens x Messwerte hintereinander müssen "Low" sein damit auch "Low" aufgezeichnet wird.
up&down Mindestens x Messwerte hintereinander müssen "High" sein damit auch "High" aufgezeichnet wird.

Mindestens x Messwerte hintereinander müssen "Low" sein damit auch "Low" aufgezeichnet wird.

3 Anzahl der bei der Dämpfung berücksichtigten Messwerte (max. 64). In diesen Modi wird ein Messwert sowohl nach Ablauf des Messintervalls, als auch bei Änderung des Signalpegels am Eingang erstellt. Die Überwachung der Eingänge auf Änderung erfolgt im Sekundenintervall.

Modus "Cnt.Day"
1 Zeit in [ms], für die ein Signal konstant anliegen muss, um einen Pegelwechsel auszulösen. Dient zur Unterdrückung von kurzzeitigen Störungen (Entprellung).

Modus "Cnt.Intrvl."
1 Zeit in [ms], für die ein Signal konstant anliegen muss, um einen Pegelwechsel auszulösen. Dient zur Unterdrückung von kurzzeitigen Störungen (Entprellung).
4 zeitliche Funktion im Messintervall
aus Dämpfung deaktiviert
min Das Minimum der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
max Das Maximum der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
avg Das arithmetische Mittel der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
med Der Median der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
rms Das quadratische Mittel der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
sum Die Impulse werden aufaddiert und nicht nach jeder Messwerterzeugung, sondern erst nach der Messwertaufzeichnung zurückgesetzt. Dieser Modus ist somit zu empfehlen, wenn das Aufzeichnungsintervall größer als das Messintervall ist.
5 Anzahl der bei der Dämpfung berücksichtigten Messwerte (max. 64). Dieser Konfigurationsparameter ist nicht verfügbar, wenn für die Dämpfung der Modus "sum" gewählt wurde.

Tip: Ergänzende Erklärung zum Unterschied zwischen "Cnt.Day" und "Cnt.Intervl."
Grundeinstellungen

Aufzeichnungsintervall 4min.Aufgezeichneter Wert rote Line

Messintervall 1min.Messwertblaue Linie

Modus "Cnt.Intrvl.": Die Impulse werden aufaddiert und nach jeder Messwerterzeugung zurückgesetzt.

Modus "Cnt.Day": Alle Impulse bis zum Rücksetzzeitpunkt werden aufaddiert.

Anmerkung zum Modus "Cnt.Intrvl.": Ist das Aufzeichnungsintervall größer als das Messintervall, wird standardmäßig nur die Anzahl der bei der letzten Messwerterzeugung registrierten Impulse aufgezeichnet. Sollen alle Impulse innerhalb eines Aufzeichnungsintervalls erfasst und aufgezeichnet werden, muss für die Dämpfung der Modus "sum" gewählt werden.

Konfigurationsabschnitt "Messkanäle ", Tab "Konfiguration" (Analogmodi)

Modus "0-20 mA", "4-20 mA", "0-2 V" und "0-10 V"
1 Zeit in [ms], über die das Analogsignal zwecks Signalglättung gemittelt wird. Dient zur Unterdrückung von Signalrauschen (siehe auch Ausgabekanäle ).
2 zeitliche Funktion im Messintervall
aus Dämpfung deaktiviert
min Das Minimum der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
max Das Maximum der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
avg Das arithmetische Mittel der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
med Der Median der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
rms Das quadratische Mittel der letzten x Messwerte wird aufgezeichnet.
3 Anzahl der bei der Dämpfung berücksichtigten Messwerte (max. 64).
4 Handling bei Messbereichsverletzungen
Ignorieren Der Messwert wird über die Bereichsgrenzen hinaus berechnet.
Abschneiden Der Messwert wird bei den Bereichsgrenzen abgeschnitten.
NAMUR Grenzen

Modus "0-20 mA":

  • Ist der Messwert zwischen 20,1 mA und 21 mA, wird der Fehlerwert "OF" (Over Flow) ausgegeben.
  • Ist der Messwert über 21 mA, wird der Fehlerwert "SC" (Short Circuit) ausgegeben.

Modus "4-20 mA":

  • Ist der Messwert unter 3,6 mA, wird der Fehlerwert "OL" (Open Loop) ausgegeben.
  • Ist der Messwert zwischen 3,6 mA und 3,9 mA, wird der Fehlerwert "UF" (Under Flow) ausgegeben.
  • Ist der Messwert zwischen 20,1 mA und 21 mA, wird der Fehlerwert "OF" (Over Flow) ausgegeben.
  • Ist der Messwert über 21 mA, wird der Fehlerwert "SC" (Short Circuit) ausgegeben.

Modus "0-2 V":

  • Ist der Messwert über 2,01 V, wird der Fehlerwert "OF" (Over Flow) ausgegeben.

Modus "0-10 V":

  • Ist der Messwert über 10,05 V, wird der Fehlerwert "OF" (Over Flow) ausgegeben.

Tip: Ergänzende Erklärung zum Überlaufmodus "NAMUR Grenzen" 

Modus "0-20 mA"

Modus "4-20 mA"

  

Modus "0-2 V"

Modus "0-10 V"

Alarme

Note: Beim Auftreten einer Warnung oder eines Alarms wird immer ein Eintrag in der Alarmliste erstellt und eine sofortige Übertragung ausgelöst. Wenn die Warnung oder der Alarm wieder zurückgenommen wird, erfolgt ebenfalls eine sofortige Übertragung.

Konfigurationsabschnitt "Messkanäle ", Tab "Alarme"

Modus "Digital"
1 Ein "High" am Universaleingang löst eine "Warnung" aus.
2 Ein "High" am Universaleingang löst einen "Alarm" aus.
Alle anderen Modi
3 Wenn der Messwert auf oder unter diesen Wert fällt, wird eine Warnung ausgelöst.
4 Wenn der Messwert auf oder über diesen Wert steigt, wird eine Warnung ausgelöst.
5 Wenn der Messwert auf oder unter diesen Wert fällt, wird ein Alarm ausgelöst.
6 Wenn der Messwert auf oder über diesen Wert steigt, wird ein Alarm ausgelöst.
7 Hysterese für Entwarnung bei Alarm/Warnung (z. B. Hyst=5 %, Alarm od. Warnung bei 100 -> Entwarnung bei 95)

Trigger

Wird ein Universaleingang im Digital-Modus betrieben, wird zwischen zwei Arten von Triggern unterschieden:

  • Eventtrigger (RI, XM)

    Anders als bei den Leveltriggern wird die entsprechende Operation (z. B. Aufzeichnung sofort durchführen) beim Auftreten des Triggerereignisses nur ein einziges Mal ausgeführt. Mit Hilfe des Konfigurationsparameters "Flanke" wird angegeben, ob die steigende, fallende oder beide Flanken das Triggerereignis auslösen sollen.

  • Leveltrigger (ON, RA, D1, D2, QX)

    Ein "High" am Universaleingang löst den Trigger aus. Durch ein "Low" am Universaleingang wird der Trigger wieder zurückgenommen. Solange der Trigger aktiv ist, wird die entsprechende Operation (z. B. alternatives Aufzeichnungsintervall verwenden) ausgeführt. Die über den Konfigurationsparameter "Flanke" getroffene Auswahl ist für die Leveltrigger nicht relevant. Ist es erforderlich, dass der Trigger durch ein "Low" am Universaleingang ausgelöst und durch ein "High" wieder zurückgenommen wird, muss das Eingangssignal mit Hilfe des Konfigurationsparameters "Invertieren", der sich im Tab "Basis" befindet, invertiert werden.

Auch bei den anderen Modi der Universaleingänge wird zwischen diesen beiden Arten von Triggern unterschieden:

  • Eventtrigger (RI, XM)

    Die entsprechende Operation (z. B. Aufzeichnung sofort durchführen) wird beim Auftreten des Triggerereignisses nur ein einziges Mal ausgeführt.

  • Leveltrigger (ON, RA, D1, D2, QX)

    Solange der Trigger aktiv ist, wird die entsprechende Operation (z. B. alternatives Aufzeichnungsintervall verwenden) ausgeführt.

Konfigurationsabschnitt "Messkanäle ", Tab "Trigger"

  Eventtrigger:
1 Aufzeichnung sofort durchführen
2 Übertragung auslösen
  Leveltrigger:
3 Online-Modus aktivieren
4 Das alternative Aufzeichnungsintervall soll verwendet werden.
5 Wenn diese Checkbox selektiert wurde, wird der Stellwert am Ausgabekanal "RELAY1" des Datenloggers mittels Trigger kontrolliert. Der über die Oberfläche eingegebene Stellwert wird dabei ignoriert. Der Ausgabekanal ist im Normalzustand auf "aus (Low)" und wechselt bei aktivem Trigger auf "ein (High)". Ist allerdings für den Ausgabekanal "invertieren" aktiv, kehrt sich das eben beschriebene Verhalten um. Siehe Beispiel zur Erklärung der Bestimmung des Schaltzustands am Ausgang mittels Trigger.
6 Wenn diese Checkbox selektiert wurde, wird der Stellwert am Ausgabekanal "RELAY2" des Datenloggers mittels Trigger kontrolliert. Der über die Oberfläche eingegebene Stellwert wird dabei ignoriert. Der Ausgabekanal ist im Normalzustand auf "aus (Low)" und wechselt bei aktivem Trigger auf "ein (High)". Ist allerdings für den Ausgabekanal "invertieren" aktiv, kehrt sich das eben beschriebene Verhalten um.
7 Das alternative Übertragungsintervall soll verwendet werden.
Modus "Digital"
8 bei Eventtrigger: Auswahl der Flanke, bei der der Trigger ausgelöst werden soll

bei Leveltrigger: nicht relevant

steigende Die steigende Flanke löst den Trigger aus.
fallende Die fallende Flanke löst den Trigger aus.
beide Beide Flanken lösen den Trigger aus.

Alle anderen Modi
9 Auswahl, ob die entsprechende Aktion beim Über- oder Unterschreiten des im Feld "Schwelle" eingegeben Werts erfolgen soll.
größer gleich

bei Eventtrigger: Wenn der Messwert auf oder über diesen Wert steigt, wird der Trigger ausgelöst.

bei Leveltrigger: Der Trigger ist aktiv, solange der Messwert größer/gleich der Schwelle ist.

kleiner gleich

bei Eventtrigger: Wenn der Messwert auf oder unter diesen Wert fällt, wird der Trigger ausgelöst.

bei Leveltrigger: Der Trigger ist aktiv, solange der Messwert kleiner/gleich der Schwelle ist.

10 Schwellen für das Auslösen des Triggers. Für die Ermittlung der Schwelle zum Zurücksetzen des Triggers wird die Hysterese verwendet.
11 Hysterese für das Zurücknehmen des Triggers (z. B. Hyst=5 %, Schwelle = größer/gleich, Trigger bei 100 -> zurücknehmen bei 95)

Note: Wenn eine der Checkboxen "D1" oder "D2" bei mehreren Messkanälen (dies gilt auch für interne Messkanäle) selektiert wurde, wird der Schaltzustand am entsprechenden Ausgabekanal geändert, sobald der Trigger bei einem der Messkanäle aktiv ist, d. h. es handelt sich um eine Oder-Verknüpfung.