Messverfahren

Der BLE Radar verwendet ein gepulstes, kohärentes Radar, das im Millimeterwellenbereich arbeitet.

"Gepulst" bedeutet, dass der BLE Radar während eines kurzen Zeitraums eine Trägerwelle aussendet. Diese Signale werden von Objekten reflektiert. Aus der Zeitdifferenz zwischen dem Aussenden des Signals und dem Empfang des reflektierten Signals lässt sich die Entfernung zum Objekt berechnen.

Der Begriff "kohärent" bedeutet, dass das reflektierte Signal sowohl Amplituden- als auch Phaseninformationen enthält. Dadurch können selbst sehr kleine Bewegungen oder Geschwindigkeiten erkannt werden. "Kohärent" bedeutet außerdem, dass die Startphase des ausgesendeten Signals bekannt ist.

Vorteile der Radartechnologie

  • stabile, zuverlässige und äußerst präzise berührungslose Messung von Pegelständen und Oberflächengeschwindigkeiten
  • weitestgehenden unabhängig von den Eigenschaften des zu messenden Mediums wie z. B. Temperatur, Viskosität, Dichte oder Leitfähigkeit
  • unempfindlich gegenüber Lichtverhältnissen, Nebel und leichtem Regen; starke Regenfälle beeinträchtigen die Messung allerdings erheblich (siehe Rahmenbedingungen für eine zuverlässige Messung)

Messung des Pegelstands

Der BLE Radar berechnet die Distanz zur Wasseroberfläche anhand der Zeitdifferenz zwischen dem Aussenden des Signals und dem Empfang des reflektierten Signals. Eine gleichmäßige und glatte Wasseroberfläche verbessert dabei die Messgenauigkeit. Der Pegelstand wird anschließend auf Basis der ermittelten Distanz unter Berücksichtigung der konfigurierbaren Montagehöhe und der konfigurierbaren Trimmung (Nullpunktabgleich) berechnet.

Note: Der BLE Radar widersteht zwar kurzzeitigen Überflutungen, kann jedoch während er überflutet ist oder wenn sich der Wasserpegel innerhalb der Blockdistanz (0...30 cm) befindet, den Pegelstand nicht ermitteln.