Rahmenbedingungen für eine zuverlässige Messung

Die Wahl des Montageorts beeinflusst die Qualität der Messwerte. Für eine optimale Genauigkeit installieren Sie den BLE Radar

  • an einer Stelle mit ruhiger Wasseroberfläche
  • mittig über dem Gerinne
  • fern von Einbauten wie Leitern oder Streben
  • lotrecht zur Wasseroberfläche
  • in einem Abstand von mindestens 30 cm zur Wasseroberfläche.

Damit der Pegelstand korrekt ermittelt werden kann, muss ein wesentlicher Teil des ausgesendeten Radarsignals reflektiert werden. Materialien wie Beton, Schlamm oder Holz können die Reflexion dämpfen oder streuen und dadurch die Messgenauigkeit beeinträchtigen. Bei Gerinnen oder Becken, die teilweise oder vollständig austrocknen, ist dies zu beachten. Wenn möglich, sollte die Pegelmessung an jener Position installiert werden, die am längsten wasserführend bleibt. Dabei ist eine ruhige Wasseroberfläche einer turbulenten vorzuziehen. Auch ein geringer Abstand zur Wasseroberfläche wirkt sich positiv auf die Stärke des reflektierten Radarsignals aus. Der Sensor muss jedoch stets oberhalb des maximal zu erwartenden Pegelstandes montiert werden. Der Erfassungsbereich des Sensors weist eine kreisrunde Form auf. Der Durchmesser dieses Erfassungsbereichs wird von der Entfernung zur Wasseroberfläche bestimmt und berechnet sich wie folgt:

Erfassungsbereich des Sensors

AEntfernung zur Wasseroberfläche
BDurchmesser des Erfassungsbereichs

B = 2 x A x tan (4°/2)

Die folgende Tabelle enthält den Durchmesser des Erfassungsbereichs des Sensors bei unterschiedlichen Montagehöhen.

A [mm] B [mm]
1000 69,8
1500 104,8
2000 139,7
2500 174,6
3000 209,5
3500 244,4
4000 279,4
4500 314,3
5000 349,2

Bei der Wahl eines geeigneten Montageortes sind weiters folgende Bedingungen zu vermeiden:

  • Vibrationen: Wählen Sie einen stabilen, vibrationsfreien Montagepunkt. Vibrationen können beispielsweise durch Verkehr oder Wind verursacht werden.

  • Schaumansammlungen: Schaum kann durch seine ungleichmäßige, luftgefüllte Oberfläche die Messungen erheblich beeinträchtigen, da das Radarsignal sowohl gestreut als auch gedämpft wird.

  • Überflutungen: Montieren Sie den BLE Radar immer oberhalb des maximal zu erwartenden Pegelstandes. Dabei sollte auch die Blockdistanz (0...30 cm) berücksichtigt werden.

    Der BLE Radar widersteht grundsätzlich kurzzeitigen Überflutungen, kann aber durch Fremdstoffe im Abwasser beschädigt werden. Die Deckenhalterung Rohr (400417) bietet bei korrekter Installation einen gewissen Schutz vor diesen Fremdstoffen und kann bei Kanälen verwendet werden, die zeitweilig vollständig gefüllt sind. Solange der BLE Radar jedoch überflutet ist oder sich der Wasserpegel innerhalb der Blockdistanz (0...30 cm) befindet, liefert die Messung keine gültigen Werte.

  • Regen: Regen kann die Messungen erheblich beeinträchtigen, da Regentropfen das Radarsignal reflektieren und streuen. Die Reflexionen großer Tropfen lassen sich nur schwer von denen an der Wasseroberfläche unterscheiden. Zudem erzeugt die kinetische Energie der auftreffenden Tropfen konzentrische Wellen, die die Wasseroberfläche zusätzlich stören.

  • störende Objekte: Zwischen dem BLE Radar und der Wasseroberfläche dürfen sich keine Hindernisse befinden. Dies gilt für den gesamten durch den Radarkegel aufgespannten Raum zwischen Sensor und Wasseroberfläche (siehe Abbildung Erfassungsbereich des Sensors).