Messverfahren
Der VEL‑R‑5 verwendet ein gepulstes, kohärentes Radar, das im Millimeterwellenbereich arbeitet.
"Gepulst" bedeutet, dass der VEL‑R‑5 während eines kurzen Zeitraums eine Trägerwelle aussendet. Diese Signale werden von Objekten reflektiert. Aus der Zeitdifferenz zwischen dem Aussenden des Signals und dem Empfang des reflektierten Signals lässt sich die Entfernung zum Objekt berechnen.
Der Begriff "kohärent" bedeutet, dass das reflektierte Signal sowohl Amplituden- als auch Phaseninformationen enthält. Dadurch können selbst sehr kleine Bewegungen oder Geschwindigkeiten erkannt werden. "Kohärent" bedeutet außerdem, dass die Startphase des ausgesendeten Signals bekannt ist.
Vorteile der Radartechnologie
- stabile, zuverlässige und äußerst präzise berührungslose Messung von Pegelständen und Oberflächengeschwindigkeiten
- weitestgehenden unabhängig von den Eigenschaften des zu messenden Mediums wie z. B. Temperatur, Viskosität, Dichte oder Leitfähigkeit
- unempfindlich gegenüber Lichtverhältnissen, Nebel und leichtem Regen; starke Regenfälle beeinträchtigen die Messung allerdings erheblich (siehe Rahmenbedingungen für eine zuverlässige Messung)
Messung der Oberflächengeschwindigkeit
Der vom VEL‑R‑5 verwendete Algorithmus ähnelt der Art und Weise, wie traditionelle Radargeräte Geschwindigkeiten mithilfe des Puls-Doppler-Effekts messen. Dabei wird die Geschwindigkeit anhand der Phasendifferenzen des reflektierten Signals ermittelt. Diese Phasendifferenzen werden durch kleinste Bewegungen der Wellen während des Messvorgangs verursacht. Damit die Wellen korrekt erkannt werden, müssen sie eine Mindesthöhe von 2 mm aufweisen. Die Messgenauigkeit wird durch statische Wellen, Regen oder Wind beeinträchtigt.
Schematische Darstellung des Messprinzips