Ausrichten des LVL-R-5
Für die Installation des LVL-R-5 stehen Montagesets für verschiedenste Einbausituationen zur Verfügung (siehe Montagesets). Diese lassen sich grundsätzlich in flexible Halterungen und starre Halterungen unterteilen. Die starren Halterungen bieten durch den fixen Anstellwinkel von 45° der Aufnahme für den Fließgeschwindigkeitssensor und durch den Verzicht auf Gelenke weniger Flexibilität bei der Ausrichtung der Sensoren auf das Gerinne als die flexiblen Halterungen. Dafür ist sie deutlich unempfindlicher gegenüber Veränderungen der Sensorausrichtung infolge äußerer Einflüsse im laufenden Betrieb.
Berücksichtigung der Ausdehnung des Radarkegels
Mit zunehmendem Abstand zur Wasseroberfläche vergrößert sich der Erfassungsbereich des Sensors (siehe Tabelle im Kapitel Rahmenbedingungen für eine zuverlässige Messung). Bei ungünstiger Positionierung des LVL-R-5 oder schmalen Gerinnen kann es vorkommen, dass auch die Berme in den Erfassungsbereich des Sensors ragt. In diesem Fall können sowohl die Wasseroberfläche als auch die Berme Reflexionen erzeugen. Dies kann dazu führen, dass die vom LVL-R-5 ermittelte Distanz zwischen dem Abstand zur Wasseroberfläche und dem Abstand zur Berme wechselt.
Messsituation bei schmalem Gerinne
| 1 | LVL-R-5 | 4 | Wasserstand im Gerinne |
| 2 | kompatibler Datenlogger | 5 | Berme |
| 3 | Radarkegel (Öffnungswinkel 4° ) |
Folgende Maßnahmen können die Zuverlässigkeit der Messung verbessern:
- präzisere Ausrichtung des LVL-R-5 über dem Gerinne
- Verringerung der Montagehöhe um den Durchmesser des Erfassungsbereichs zu verkleinern
Bedeutung der lotrechten Ausrichtung
Die höchste Messgenauigkeit wird bei einer exakt lotrechten Ausrichtung des LVL-R-5 erreicht. Die integrierte Wasserwaage (siehe Übersicht) erleichtert die präzise Ausrichtung des Sensors. Bereits geringe Neigungen des Sensors können dazu führen, dass ein Teil des ausgesendeten Radarsignals seitlich abgelenkt und nicht zum LVL-R-5 zurückreflektiert wird. Zudem entspricht der vom Radarsignal zurückgelegte Weg (d. h. die gemessene Distanz) aufgrund des Anstellwinkels nicht mehr der lotrechten Distanz zur Wasseroberfläche. Dies kann zu zusätzlichen Messabweichungen führen.
Durch die Neigung des LVL-R-5 verschiebt sich abhängig von der Montagehöhe und dem Anstellwinkel auch der Erfassungsbereich des Sensors zur Seite. Dadurch können der Rand des Gerinnes oder die Berme in den Erfassungsbereich geraten und die vom LVL-R-5 ermittelte Distanz wechselt zwischen dem Abstand zur Wasseroberfläche und dem Abstand zur Berme (siehe Berücksichtigung der Ausdehnung des Radarkegels).
Lotrechte vs. geneigte Ausrichtung des Sensors
Finale Ausrichtung
Die finale Ausrichtung des LVL-R-5 auf das zu erfassende Gerinne erfolgt bei allen flexiblen Halterungen nach dem im Abschnitt Flexible Halterungen beschriebenen Verfahren. Bei Verwendung der starren Halterungen ist hingegen das im Abschnitt Starre Halterungen beschriebene Verfahren anzuwenden.