Technische Details zur Erkennung des Ausfalls der Versorgungsspannung

Power Supply Units mit integriertem Pufferakku (PSU DC+ ) ermöglichen es bei Ausfall der Versorgungsspannung eine Meldung abzusetzen. Die Generierung eines Alarms muss allerdings über den entsprechenden Parameter im Konfigurationsabschnitt "Grundeinstellungen" (siehe Grundeinstellungen) aktiviert werden.

Sobald die Versorgungsspannung ausfällt und in weiterer Folge die Ausgangsspannung der Power Supply Unit VPSU OUT (siehe Blockschaltbild) unter 9 V sinkt, wird das Absetzen der Ausfallsmeldung angestoßen - sofern nicht über den Parameter "Verzögerung für Ausfallsalarm", der sich im Konfigurationsabschnitt "Grundeinstellungen" (siehe Grundeinstellungen) befindet, eine Verzögerungszeit für das Absetzen der Ausfallsmeldung eingegeben wurde. Auf jeden Fall wird das Unterschreiten der Schwelle durch den Log-Eintrag "MODULE INFO (403), 1" im Gerätelog vermerkt. Sinkt die Ausgangsspannung der Power Supply Unit weiter, wird auf den Pufferakku umgeschaltet. Diese zweite Schwelle ist bei der PSU DC+ vom Ladezustand des Pufferakkus abhängig (7 V , wenn voll geladen, 6 V , wenn nahezu entladen). Wurde eine Verzögerungszeit konfiguriert, arbeitet der 4-Channel Data Logger bis zum Ablauf der Verzögerungszeit normal weiter. Steigt während der Verzögerungszeit die Ausgangsspannung der Power Supply Unit wieder über die vom Ladezustand des Pufferakkus abhängige Schwelle (6 V bis 7 V bei der PSU DC+ ), wird vom Pufferakku auf die Versorgung über die Ausgangsspannung der Power Supply Unit zurückgeschaltet. Erhöht sich die Ausgangsspannung der Power Supply Unit weiter und überschreitet auch 9 V , wird dies durch den Log-Eintrag "MODULE INFO (403), 0" im Gerätelog vermerkt. Liegt die Ausgangsspannung der Power Supply Unit nach Ablauf der Verzögerungszeit unter 9 V , wird das Absetzen der Ausfallsmeldung angestoßen.

Zum Absetzen der Ausfallsmeldung stellt das Gerät eine Verbindung zum Server her. Dabei werden auch alle noch ausständigen Daten zum Server übertragen. Danach werden die Ausgänge deaktiviert und alle Operationen bis auf die Überwachung der Ausgangsspannung der Power Supply Unit und die zyklische Übertragung eingestellt. In diesem Zustand werden keine Messdaten mehr erfasst.

Wurde auf den Pufferakku umgeschaltet, ist das Herstellen einer Verbindung zum Server nur mehr möglich, solange die interne Versorgungsspannung Vbatt (siehe Blockschaltbild) über 3,4 V liegt. Ab dieser Schwelle wird das Modem deaktiviert und der Log-Eintrag "UV MODEM LOCKOUT" ins Gerätelog eingetragen. D. h. sollte sich das Gerät im "online"-Modus befinden oder ins Mobilfunknetzwerk eingebucht sein (Modus "Intervall & Wakeup"), wird die Verbindung getrennt. Nach Erreichen dieser Schwelle ist ein Auslösen des Verbindungsaufbaus weder manuell mittels Taste (siehe Magnetschalter), noch automatisch durch das System möglich. Wenn die interne Versorgungsspannung unter 2,9 V sinkt, schaltet der 4-Channel Data Logger in den Energiesparmodus. Dabei wird auch der Log-Eintrag "UV LOCKOUT" ins Gerätelog eingetragen. Dieser Zustand wird solange beibehalten, bis der Pufferakku vollständig entladen ist oder die Ausgangsspannung der Power Supply Unit wieder über 9 V steigt. Über 9 V nimmt der 4-Channel Data Logger den normalen Betrieb wieder auf. Ein durch Hardware realisierter Regler in der Power Supply Unit sorgt dafür, dass der Pufferakku geladen wird, sobald die Versorgungsspannung wieder verfügbar ist.

VPSU OUT Ausgangsspannung der Power Supply Unit
Vnotify Schwelle für das Absetzen der Ausfallsmeldung: 9 V
Vbackup

Schwelle für das Umschalten auf die Versorgung über den Pufferakku:

PSU DC+ : 6 V bis 7 V (abhängig vom Ladezustand des Pufferakkus)

tdelay Verzögerungszeit fürs Absetzen der Ausfallsmeldung; wird über den Parameter "Verzögerung für Ausfallsalarm", der sich im Konfigurationsabschnitt "Grundeinstellungen" (siehe Grundeinstellungen) befindet, konfiguriert
Vbatt Spannung des Pufferakkus

Versorgung des 4-Channel Data Logger

1
  • Der Log-Eintrag "MODULE INFO (403), 1" wird erstellt.
2
  • Die Versorgung wird auf den Pufferakku umgeschaltet.
  • Das Gerät arbeitet normal weiter.
3
  • Die Verzögerungszeit für das Absetzen der Ausfallsmeldung ist abgelaufen.
  • Die Ausfallsmeldung wird abgesetzt. Die Ausgänge werden deaktiviert und alle Operationen bis auf die Überwachung der Ausgangsspannung der Power Supply Unit und die zyklische Übertragung eingestellt.
4
  • Es wird vom Pufferakku auf die Versorgung über die Ausgangsspannung der Power Supply Unit zurückgeschaltet.
5
  • Das 4-Channel Data Logger nimmt den normalen Betrieb wieder auf.
  • Der Log-Eintrag "MODULE INFO (403), 0" wird erstellt.
6
  • Der Log-Eintrag "MODULE INFO (403), 1" wird erstellt.
7
  • Die Versorgung wird auf den Pufferakku umgeschaltet.
  • Das Gerät arbeitet normal weiter.
8
  • Es wird vom Pufferakku auf die Versorgung über die Ausgangsspannung der Power Supply Unit zurückgeschaltet.
9
  • Die Ausgangsspannung der Power Supply Unit überschreitet wieder die Schwelle für das Absetzen der Ausfallsmeldung.
  • Die Verzögerungszeit für das Absetzen der Ausfallsmeldung ist noch nicht abgelaufen.
  • Der Log-Eintrag "MODULE INFO (403), 0" wird erstellt.
  • Es wird KEINE Ausfallsmeldung abgesetzt.